Stimmfreigabe als Zeichen der Stärke
«Appell für das Rotationsprinzip», Thema der Woche, 18. Dezember
Am 13. Februar wählt das Ausserrhoder Stimmvolk einen neuen Landammann. Aus dem Regierungsrat stellen sich Hans Diem (SVP) und Matthias Weishaupt (SP) für dieses Amt zur Verfügung. Die FDP AR hat auf eine eigene Kandidatur verzichtet und an der letzten Delegiertenversammlung Stimmfreigabe beschlossen. Nun kritisiert Monika Egli im «Thema der Woche» (Samstagsausgabe) diese Stimmfreigabe als mutlos und wünscht sich eine klare Positionierung.
Zu Recht anerkennt Monika Egli die Wählbarkeit beider Kandidaten. Auch für die FDP AR ist dies klar. So gibt es aus dem Kreis der FDP sowohl Personen, die mit gutem Grund Hans Diem wählen werden, als auch solche, die mit ebenso guten Gründen ihre Stimme Matthias Weishaupt geben. Eine Stimmfreigabe ist daher der einzig richtige Schritt. Nur so kann die Wählbarkeit beider Kandidaten für dieses Amt zum Ausdruck gebracht werden. Zudem respektiert eine Stimmfreigabe den Wunsch der beiden Kandidaten, keinen aktiven Wahlkampf zu führen.
Es liegt im Wesen der Ausserrhoder FDP, die vor 100 Jahren aus Lesegesellschaften hervorgegangen ist, bürgernahe und konsensorientierte Politik zu betreiben. Der Verzicht auf eine Wahlempfehlung stärkt die Konkordanz. Die Stimmfreigabe der FDP AR für zwei wählbare Kandidaten ist ein Zeichen gegen die Polarisierung. Ein solches Zeichen ist in der heutigen Zeit nötiger denn je.
Patrik Louis Präsident JFAR und Mitglied der Parteileitung FDP AR, Stein